An diesem Wochenende flogen 12 der weltgrößten Wein- und Champagnerexperten aus allen Ecken der Welt zum vornehmen Champagnerhaus Perrier-Jouët, um 20 historische Jahrgänge aus den hauseigenen Kellern zu verkosten. Darunter befand sich auch der älteste Champagner der Welt: ein Perrier-Jouët Jahrgang 1825.
Serena Sutcliffe MW, der Leiterin des Sotheby’s International Wine Department, zufolge wäre jeder einzelne Schluck bei einer Auktion Hunderte von Pfund, Euro oder Dollar wert gewesen. Sutcliffe, die zusammen mit Hervé Deschamps, dem Chef de Cave von Perrier-Jouët, die Weinprobe veranstaltete, merkte an: “Es ist praktisch unmöglich, dem Jahrgang 1825 einen Schätzwert beizumessen - wir haben so etwas noch nie auf dem Markt gesehen! Dies war schlicht und ergreifend die einmalige Gelegenheit, solch außergewöhnliche historische Jahrgänge zu verkosten.”
Die private Veranstaltung wurde anlässlich des Erscheinens des hauseigenen Jahrgangsweins für das 21. Jahrhundert, dem Perrier-Jouët Millesime 2002, organisiert. Ebenfalls verkostet wurde der illustre “PJ 1874″, der während einer weltberühmten Auktion 1885 als teuerster Champagner der Welt angekündigt und verkauft wurde.
Unter den Gästen waren der weltbekannte Champagnerexperte Richard Juhlin aus Schweden, Frankreichs bekanntester Weinkritiker Michel Bettane, Roger Voss von einer der wichtigsten Weinzeitschriften der USA, The Wine Enthusiast, sowie weitere Weinexperten aus Grossbritannien, China, Japan, Italien und Finnland.
Der Perrier-Jouët Jahrgang 1825 wird vom Guinness-Buch der Rekorde als ältester erhaltener Champagner der Welt anerkannt.
Folgende historische Perrier-Jouët-Jahrgänge wurden bei der Veranstaltung verkostet: 1825, 1846, 1858, 1874, 1892, 1906, 1911, 1928, 1952, 1955, 1959, 1964, 1971, 1975, 1976, 1982, 1985, 1995, 1996, 2002
Weitere Informationen und Fotos sind unter http://www.perrier-jouet.com

der 1825er perrier-jouet lebte durchaus noch, was möglicherweise auch dem seinerzeit etwas höheren dosagezucker liegt, der alten champagnern immer weider zu erstaunlicher aromatischer langlebigkeit verhilft. beim 1825er waren natürlich die wromen auf zarte vanille, eingedickter feigensaft, pilzduft und madeira reduziert, aber beeindruckend ist das allemal - serena sutcliffe sprach von total addiction.
geschmacklich komplexer und interessanter war freilich der 1874er und der 1911er, 100 jahre nach dem berühmten kometenjahr, dürfte wohl als das highlight des tastings angesehen worden sein, wobei der 1928er jahrgang sicher ebenso prominent ist und der 1964er belle-epoque, der ja bis heute auf auktionen zu haben ist, ebenfalls ein begeisternder champagner ist.
Kommentar von boris maskow — 13. März 2009 @ 16:25
Wow! Dieser Champagner scheint sehr gut zu sein.Im Jahr 1825 sollen die Experte sehr gut gewesen sein.Ich bin ein großer Fan vom Champagner und bin gespannt.
Kommentar von Hans — 24. März 2009 @ 10:51